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Vielseitig verwendbar
Kalksteine bilden
nicht nur die Grundlage für Naturwunder weltweit oder in
Deutschland. Sie sind auch von unschätzbarer Bedeutung für die
Industrie. Denn der Rohstoff ist nicht nur reichlich vorhanden,
sondern auch vielseitig verwendbar.
So verbraucht
jeder Einwohner
der Bundesrepublik Deutschland durschschnittlich im Laufe seines
Lebens etwa 100 Tonnen Kalk- und Mergelsteine. In erster Linie ist Kalkstein ein Baurohstoff und
wird zu Zement und Branntkalk verarbeitet. Dabei verändert der Kalkstein durch Erhitzen seine chemische Zusammensetzung. Bei Temperaturen
zwischen 900 und 1200° C wird der Kalkstein (CaCO3) in
gasförmiges Kohlendioxid (CO2) und Calciumoxid (CaO =
Branntkalk) zerlegt.
„or allem auch in der
Eisen- und Stahlindustrie werden große Mengen Kalkstein gebraucht,
denn ohne ungebrannten Kalkstein würde aus dem Eisenerz kein
Roheisen und ohne Branntkalk aus dem Roheisen kein Stahl herstellbar
sein. Aber auch
als Dünger für Pflanzen und Tiere wird Kalkstein benötigt.
Hilfsmittel für Architekten und
Rohstoffexperten
Wichtige Dienste
geleistet hat Kalkstein auch in der Architektur. So wurden
beispielsweise der Kaiserdom in Königslutter, der Dom von
Halberstadt, das Pergamonmuseum in Berlin sowie eine Vielzahl von
Dorfkirchen in Mittel- und Süddeutschland zu großen Teilen aus
Kalksteinen errichtet worden.
Wenn man
schließlich noch berücksichtigt, dass poröse Kalksteine als
geologische Speicher für Erdöl und Erdgas fungieren und die
vielfältigen Karstphänomene in den Kalksteinfolgen interessante und
attraktive Tropfsteinhöhlen geschaffen haben, lässt der Kalkstein
wohl keine Wünsche offen.
Gestein des Jahres
Bereits zum
vierten Mal hat der BDG ein Gestein des Jahres ausgewählt. Ziel dieser
Aktion ist es, Gesteine und ihre Bedeutung für Landschaft, Boden,
Vegetation oder als Rohstoff im Bewusstsein der Öffentlichkeit zu
verankern. Der Kalkstein ist dabei Nachfolger von Basalt (2009), Sandstein
(2008)
und Granit (2007).
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