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 Schlossgarten Fantaisie, Donndorf

 

Der Garten des Schlosses Fantaisie in Donndorf bei Bayreuth beherbergt einige sehenswerte Sandsteinfelsen und -blöcke. Vier davon sind in das Geotop-Kataster Bayerns aufgenommen worden.

Die bizarren Sandsteinfelsen im Schlossgarten gehören in die geologische Zeit des Rhätolias [mehr Informationen dazu hier]. Vor allem östlich des Schlossgartens wurde dieser Sandstein in ausgedehnten, heute verwachsenen, aber noch gut erkennbaren Steinbrüchen für den Bau der historischen Gebäude in Bayreuth gewonnen. Im Schlossgarten zeugen viele Beispiele für die gute Bearbeitbarkeit dieses Bausandsteins.

 
Alexanderkapelle. In den Sandstein gehauene Kapelle im Schlossgarten Fantaisie.

Besonders eindrucksvoll zeigen die Sandsteinfelsen am Forst- bzw. Radweg Richtung Bayreuth [Karte] teilweise wabenartige Muster an der Oberfläche. Diese gehen auf die Verwitterung des Sandsteins unter einer Kruste aus Eisenverbindungen zurück ("Bienenwabenverwitterung").

An vielen Anschnitten des Sandsteins ist durch die wechselnde Orientierung der Schichtung sein Charakter als fluviatiles Sediment zu erkennen. Als ein solches Sediment werden Ablagerungen eines Flusses bezeichnet. Durch sich ändernde Strömungsrichtungen haben sich die Sandpartikel immer wieder anders abgelagert.

 

 

 

 

 

Schloss Fantaisie. Erbaut aus Rhätolias-Sandstein, der in den historischen Steinbrüchen westlich von Bayreuth gebrochen worden ist.

Bienenwabenverwitterung

 

Der Schlossgarten Fantaisie ist auch Anziehungspunkt wegen seiner zahlreichen exotischen und seltenen Bäume und Sträucher. Ende des 18. Jahrhunderts ließ Herzogin Dorothea Sophie von Württemberg den damals schon vorhandenen Schlosspark in einen romantischen Park umwandeln. Herzog Alexander gab ihm 1839 seine heutige Gestalt. Entsprechend ist eine große Anzahl der stattlichen Bäume bereits über 160 Jahre alt.

"Jean Paul sprach schwärmerisch von der Fantaisie als einem "Gemählde der Natur und der Tugend", sie sei ein "artistisches Lust-, Rosen- und Blütenthal", und wenn die Eremitage der "zweite Himmel um Baireuth" ist, dann müsse die Fantaisie "der erste" sein ..." 

(aus Erich Walter, Naturführer Bayreuther Land, 1985, Ellwanger).

[Karte]

 

Sandsteinfelsen östlich des Schlossgartens am Forst- und Radweg nach Bayreuth.

 

Links: Bearbeiteter Sandstein im Schlossgarten. Mitte: Schräg- und Kreuzschichtung östlich des Schlossgartens. Rechts: Sandstein-Felsengruppe "Coburger Sandsteine" im Schlossgarten.

 

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