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 Großer Lochstein / Veldensteiner Forst

 

Großer Lochstein [Karte]

Das Naturdenkmal des Großen Lochsteins im Veldensteiner Forst gehört zu den bizarren Felsformationen, wie sie im Naturpark Fränkische Schweiz-Veldensteiner Forst sehr typisch sind. Doch prägt ihn ganz besonders seine Durchgangshöhle und die isolierte, kegelfömige Form. Auch die in verschiedenen Höhen erkennbaren Hohlkehlen, die den Betrachter an ein fossiles Brandungskliff erinnern, sind ein besonderes Kennzeichen des Felsens.

Das Gestein, aus dem der Große Lochstein besteht, wurde vor rund 150 Millionen Jahren (in der geologischen Zeit des Juras) in einem warmen tropischen Meer abgelagert. Aus dem einstigen Kalkgestein wurde noch während der Meeresbedeckung ein Dolomitgestein. Nach dem Rückzug des Meeres unterlagen diese Gesteine in dem feucht-heißen tropischen Klima der Unterkreide einer intensiven Lösungsverwitterung (= Verkarstung) [Zeittafel].

Unterirdisch entstanden Höhlen, die von Grundwasser durchströmt wurden. Ein Teil unserer heutigen Höhlen geht sogar auf diese Zeit zurück, ein anderer Teil ist durch intensive Verkarstung schon in der Unterkreide schon wieder verschwunden und nur noch Reste erhalten, z.B. die Durchgangshöhle des Lochsteins.

 

Tropischer Kegelkarst

Die Landschaft in der Unterkreide dürfte große Ähnlichkeit mit dem tropischen Kegelkarst Südchinas, Thailands, der Phillipien, Madagaskars oder Kubas gehabt haben. Nach seiner Ähnlichkeit mit dem Karstgebiet der Mogoten in Südchina bezeichnet man den Kegelkarst auch als Mogotenkarst.

 

Meeresüberflutung in der Oberkeide

In der Zeit der Oberkreide (vor 100 - 60 Millionen Jahren) wurde der Mogotenkarst unserer Region durch aus Richtung Süden vorstoßendes Meer überflutet und die bizarren Karstformen unter einer mächtigen Sandbedeckung vollständig eingebettet. Erst in geologisch verhältnismäßig junger Zeit (am Ende des Tertiärs bis heute) wurden diese Sande wieder abgetragen und die darunter konservierten Karstformen wieder sichtbar. Im Veldensteiner Forst sind sie durch ihre Freilegung erst in verhältnismäßig junger geologischer Zeit so schön erhalten wie sonst selten in Mitteleuropa.

 

Kallmünzer

Reste der einstigen Sandüberdeckung sind im Veldensteiner Forst vereinzelt herumliegende Sandsteinblöcke, die man als Kallmünzer bezeichnet. Diese Gesteine sind durch Quarzlösungen, die einst durch die Sandüberdeckung zirkuliert sind, zu sehr harten Quarziten verbacken worden.

 

Die Karstlösung geht weiter

Im Veldensteiner Forst lassen sich überall Zeugnisse dafür finden, dass die Lösung der Kalk- und Dolomitgesteine im Untergrund bis heute anhält. Dazu gehören zahlreiche Dolinen und Ponore. Dolinen sind wannen- und trichterförmige Eintiefungen an der Erdoberfläche, die durch ständiges Nachsacken der Deckschichten infolge der Auflösung des Untergrundgesteins entstanden sind. Besonders schöne Dolinen sind im Wildgehege Veldensteiner Forst zu finden (ca. 3 km südwestlich des Großen Lochsteins). Ponore sind Schluckstellen, an denen oberirdische Wasserläufe im durchlässigen Gestein versickern. Ein besonders eindrucksvolles Beispiel liegt etwa 125 m südlich der Südgrenze des Wildgeheges. Der Abfluss der Plecher Weiher, die teilweise noch im Wildgehege liegen, verschwindet in diesem Ponor an einer 12 m hohen Dolomitsteilwand.

 

Der Große Lochstein gehört seit dem 15. September 2006 zu den "100 schönsten Geotopen Bayerns" [mehr].

 

 

 

Das Naturdenkmal "Großer Lochstein"

 

Kallmünzer

 

 

 

 

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