| Karstquellen in Kirchenthumbach
Am Ortsausgang von
Kirchenthumbach (Richtung Ehenfeld) liegt kurz vor der Abfahrt zur B470
in Richtung Auerbach/Forchheim eine Karstquelle. Dabei handelt es
sich um einen Quelltopf, in den das Grundwasser von unten hochgedrückt
wird und nach oben herausquillt. Sieht man in den Quelltopf hinein, ist
ein ruhiges Aufströmen des Wassers zu sehen. Dass es sich dabei
allerdings um sehr große Wassermengen handelt, kann man am Abfluss
erkennen, der auf der anderen Seite des Fußweges liegt. Aus zwei Röhren
ergießt sich das Wasser zeitweilig sehr kräftig in den angrenzenden
Bach.

Die Quellschüttung kann je
nach Jahreszeit und den Niederschlagsmengen vorangegangener Tage stark
schwanken. Sie hängt von der Höhe des Karst-Grundwasserspiegels ab.
Durch die vielen Spalten in den Kalksteinen versickert das Regenwasser
sehr schnell in das Grundwasser und der Wasserspiegel steigt an. Liegt
er höher als der Quellaustritt, ist die Quelle aktiv, sinkt er, schwächt
sich die Wasserführung ab. Fällt der Wasserspiegel weiter, kann die
Quelle versiegen. Eine solche periodisch schüttende Quelle nennt man in
Franken einen Tummler.
Nur wenig entfernt liegt eine zweite
Karstquelle. Im Gegensatz zur ersten drängt hier das Wasser nicht von
unten nach oben zutage, sondern es tritt entlang einer Bankungsfuge
zwischen den Kalksteinbänken aus. Da der Quellaustritt höher als an der
ersten Quelle liegt, kann es sein, dass diesen nicht schüttet, obwohl es
die andere tut.
