Das Lerautal bei Leuchtenberg
Die am weithin sichtbaren Fahrenberg in
ca. 11 Kilometer Entfernung entspringende Lerau durchfließt bei
Leuchtenberg ein wildromantisches Tal. Auf kurzer Strecke überbrückt sie
einen verhältnismäßig großen Höhenunterschied zwischen einer flachen
Landschaftseinheit oberhalb des Naturschutzgebietes Lerautal und ihrer
Einmündung in die Luhe. Eintiefung und die Bildung von Felsschwellen
sind die Folge.
Beiderseits der Lerau sind große, oftmals
wahllos herumliegende Granitblöcke typisch. Vermutlich hat das Tal eine
sehr ähnliche Entwicklung genommen wie der Doost, das heißt, dass sich
der Bach in eine mit Granitblöcken durchsetzte Verwitterungsdecke
eingetieft, die Blöcke nach und nach freigespült hat und diese nach
unten verlagert worden sind. Sie liegen heute meist zufällig
übereinander. Innerhalb der Verwitterungsdecke blieb die Felsengruppe
der Wolfslohklamm ausgespart. Um die Wolfslohklamm ranken sich
zahlreiche Sagen, so zum Beispiel, dass sich hier früher Wolfsrudel
aufgehalten haben sollen.
Das Lerautal bei Leuchtenberg ist auf
einer Länge von 1,5 Kilometern seit 1938 Naturschutzgebiet. Vermutlich
wurde es als solches ausgewiesen, um die besonderen Felsformationen des
Tals vor dem Abbau zu schützen. Dies war ursprünglich für die
Anfertigung von Pflastersteinen für die Ostmarkstraße (heute B22)
vorgesehen.