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 Der Serpentinit-Härtling Föhrenbühl bei Erbendorf

 

Der Serpentinit-Härtling Föhrenbühl bei Erbendorf

 

Der Serpentinit-Rücken des Föhrenbühl gehört zusammen mit nördlich angrenzenden Grünschiefern und Amphiboliten in eine durch gebirgsbildende Kräfte intensiv zerschuppte Zone aus basischen und ultrabasischen Gesteinen. Diese Zone bezeichnet man als die Erbendorfer Grünschieferzone. Basische und ultrabasische Gesteine zeichnen sich durch verhältnismäßig geringe Gehalte an Kieselsäure (Siliziumdioxid) aus, sie zeigen dagegen aber hohe Gehalte an Eisen, Magnesium oder Schwermetallen.

 

 

Spezialisten als Besiedler

 

Die Gesteine des Föhrenbühls sind nährstoffarm. Insbesondere die Armut an den lebenswichtigen Nährstoffen Natrium und Kalium sowie an bestimmten Spurenelemente erfordern von den Pflanzen eine besondere Anpassung an den Standort. Ähnlich verhält es sich mit der Anpassung an den Gehalt an Schwermetallen. Aufgrund dieser Bedingungen entwickelt sich auf dem Serpentinit des Föhrenbühls auch nur ein geringmächtiger Boden. Dessen Entwicklung ist immer auch ein Resultat der am Standort vorhandenen Pflanzen und des Bodenlebens. Typisch für den Föhrenbühl ist ein Bewuchs mit Kiefern (Föhren) und zahlreichen an den Standort angepassten, meist seltenen Arten. Zu letzteren gehört zum Beispiel der streng geschützte Serpentinit-Zeigerfarn Asplenium adulterinum. Am Föhrenbühl befindet sich eines der wenigen größeren Vorkommen in Bayern.

 

 

   

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bitte beachten Sie: Der Föhrenbühl ist ein sensibles Naturschutzgebiet!

 

Der Serpentinit

 

Die Gesteine des Föhrenbühls und seiner Umgebung sind aus einem Ensemble an Gesteinen entstanden, die im Erdaltertum (Paläozoikum) einen Ozeanboden aufgebaut haben. Ursprünglich waren die Gesteine des Föhrenbühls olivinreiche, ultrabasische Gesteine des oberen Erdmantels (so genannte Peridotite), die durch die Gebirgsbildung in Serpentinite umgewandelt worden sind.

 

Serpentinite setzen sich vor allem aus dem Mineral Serpentin zusammen. Da für sie oft Gesteinsoberflächen typisch sind, die an die Haut von Schlangen erinnern, haben sie die aus dem Lateinischen stammende Bezeichnung erhalten (serpens = Schlange oder auch Drache).

 

Die Serpentinminerale können jedoch weiter umgesetzt worden sein. So sind aus ihnen auch Talk und Chlorit entstanden. Auch Topfstein kommt vor. Dies ist ein sehr weiches und leicht zu bearbeitendes Gestein, das besonders gerne als Rohstoff für feuerfeste Produkte und die keramische Industrie Verwendung fand. Es wurde u. a. am Föhrenbühl in einem Steinbruch abgebaut.

 

Durch die thermische Einwirkung des nahen Steinwaldgranits sind die Serpentinite des Föhrenbühls bei der Platznahme des Granits in ihrem Gefüge und ihrer mineralogischen Zusammensetzung beeinflusst worden. Es sind Serpentinit-Hornfelse entstanden, die heute vor allem im Kammbereich des Föhrenbühls aufgeschlossen sind. Es sind häufig sehr dichte und massige Gesteine.

 

 

 

 

Eines der 100 schönsten Geotope von Bayern

 

Seit dem 14. September 2007 gehört der Föhrenbühl bei Erbendorf zu einem der 8 Geotope im Bayerisch-Böhmischen Geopark, die mit dem Prädikat "100 schönste Geotope von Bayern" ausgezeichnet sind. Der feierlichen Enthüllung der Informationstafel wohnten der Vize-Präsident des Bayerischen Landesamtes für Umwelt, Dr. Bernd Matthes, der stellvertretende Landrat des Landkreises Tirschenreuth Herbert Hahn, Gerhard Schneider (Bayerische Staatsforsten), Bürgermeister Hans Donko und viel weitere Prominenz bei.

 

 

 

   

Übergabe und Enthüllung der Informationtafel

Serpentinit-Härtling Föhrenbühl

 

  Links: Dr. Bernd Matthes (LfU; rechts) übergibt den Geotop-Paten Herbert Schneider (für die Bayerischen Staatsforsten) und Bürgermeister Hans Donko (Erbendorf) die Zertifizierungs-Urkunde. Rechts: Enthüllung der Tafel.

 

 

 

 

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