Von (tu)
| 04.10.2008 | Netzcode: 1558143
|
Neuer Tag
Pleystein
Glasschleifern auf der Spur
Geopark-Rangerinnen informieren bei
geführter Wanderungen über Zottbachtal
Pleystein
(tu)
Bei einer
geführten geologischen Wanderung auf dem
Glasschleifererweg mit den
Geopark-Rangerinnen Rosa Schaller und
Eva Ehmann machten sich 22 Teilnehmer
auf die 14 Kilometer lange Exkursion.
Ein schmaler
Wiesenweg führte zum PleySteinpfad im
Ortsteil "Gsteinach", wo die Wanderer
einen großartigen Blick auf den
Kreuzberg mit der neubarocken
Wallfahrtskirche hatten.
"Stein der Liebe wird der Rosenquarz
auch genannt, und sicherlich herrscht
deshalb in Pleystein nur Harmonie",
erklärte Ehmann, was Bürgermeister
Johann Walbrunn nur bejahen konnte.
Verantwortlich für die Entstehung dieses
Quarzriffs waren die Ausläufer des
Flossenbürger Granits, informierte die
Geopark-Rangerin.
Eine weitere Besonderheit, nicht weit
entfernt, ist der seltene
Kalksilikatfels, den die Männer und
Frauen bewunderten und auch mehr über
die letzte wichtige Gebirgsbildung ihrer
Heimat vor etwa 330 Millionen Jahren
erfuhren. Anschließend ging es zum
historischen Glasschleifererweg im
Zottbachtal.
In Neuenhammer stärkten sich die Gäste
beim Hammerwirt, nachdem
Kreisheimatpfleger Peter Staniczek bei
einem Rundgang über die einzige
Privatkirche Bayerns berichtete. Das
Gotteshaus gehört der Familie Maurer.
Auf dem Rückweg machte die Gruppe in
Hagenmühle Halt. Dort erläuterte
Schaller ausführlich das Kommen und
Gehen der Glasveredelungsindustrie im
Zottbachtal. Außerdem besichtigte die
Gruppe hier ein kleines, aber noch
funktionsfähiges Schleif- und
Polierwerk.