"Nichtwissen oder Böswilligkeit"
Landrat Simon Wittmann weist Vorwürfe
der Windischeschenbacher SPD in Sachen
Geopark scharf zurück
Windischeschenbach. (ms) Landrat Simon
Wittmann hat am Montag bei der
Pressekonferenz der
CSU-Kreistagsfraktion in Neustadt
(Bericht Seite 24) die Vorwürfe der
Windischeschenbacher SPD in Sachen
Geopark-Geschäftsstelle heftig
zurückgewiesen. Der Landkreischef wirft
der Windischeschenbacher SPD
"Nichtwissen oder Böswilligkeit" vor.
Die SPD hatte in einer von ihr
verbreiteten Stellungnahme mit Empörung
darauf reagiert, dass der Geopark seine
Geschäftsstelle Anfang des Monats von
Windischeschenbach nach Parkstein
verlegt hat (wir berichteten). Dies, so
SPD-Bürgermeisterkandidat Stefan Seitz,
habe der Landrat so entschieden. Der
Geopark sei eine Arbeitsgemeinschaft aus
den Landkreisen Neustadt, Tirschenreuth,
Wunsiedel und Bayreuth. Vorsitzender sei
nicht er, sondern der Tirschenreuther
Landrat Karl Haberkorn, sagte Wittmann.
Das bayerische Umweltministerium habe
auf einer Trennung von Geo-Zentrum und
Geopark bestanden. Ihm sei es gelungen,
die Geschäftsstelle des Geoparks
wenigstens im Landkreis Neustadt zu
halten, so der Landrat. Die
Begehrlichkeiten der anderen
Mitgliedskreise seien nicht klein
gewesen. Im Übrigen verwies Wittmann
darauf, dass die Geschäftsstelle des
Geoparks keine Dauereinrichtung sei.
Nach der Pilotphase, das heißt, wenn die
für heuer angestrebte Anerkennung als
Nationaler Geopark erreicht sei, werde
es keine Geschäftsstelle mehr geben. Im
Moment liege die Zusage für die
Förderung der nächsten Periode noch
nicht vor - mit der Folge, dass
Geschäftsführer Andreas Peterek
arbeitslos gemeldet sei.
Anders
verhalte es sich mit dem Geo-Zentrum an
der KTB, das in Windischeschenbach
überhaupt nicht zur Diskussion stehe.
Mit Millionen-Investitionen seien hier
in der Vergangenheit mehrere Hallen
gebaut worden. Sämtliche Bohrkerne seien
zurückgeholt worden, so dass
Windischeschenbach inzwischen wieder das
"Zentrum aller wissenschaftlichen
Forschungen ist, die sich mit der
Tiefenbohrung beschäftigen".
Schon am 21. April werde die neue, 1,5
Millionen Euro teure Schulungs- und
Bildungsstätte für Schulen und
Universitäten eingeweiht, kündigte der
Landrat weiter an. Anschließend werde
das bestehende Info-Gebäude umgebaut.
Wenn die SPD bei ihm nachgefragt hätte,
hätte sie Auskunft erhalten. "Denn ich
beantworte auch Anfragen der SPD",
meinte der Landrat.