Grafenwöhr
Bohrturm, Sagen und Zoigl
Geo-Zentrum und Waldnaabtal führen
Einzigartigkeit der Region vor Augen
Grafenwöhr. (mor)
"Erdgeschichtliche
Sensationen in einem unspektakulären
Winkel der Erde" erlebten die Teilnehmer
an der Fahrt zum Bayerisch-Böhmischen
Geo-Park. Der CSU-Ortsverband hatte
eingeladen, Einzigartiges in der näheren
Heimat zu erkunden.
Mit 50
Teilnehmern, darunter die Stadträte
Anita Stauber, Josef Neubauer und
Christian Kraus sowie eine Gruppe aus
Vorbach und Oberbibrach um CSU-Chef
Herbert Habermann, brachen Vorsitzender
Gerald Morgenstern und Stellvertreter
Dieter Placzek zur Fahrt nach
Windischeschenbach und Falkenberg auf.
Erdbeben
simuliert
Am Geo-Zentrum an der kontinentalen
Tiefbohrung besuchten die Grafenwöhrer
und ihre Gäste den Einführungsfilm
"Expedition Erde". Die Ausstellung
"System Erde" gab Einblicke in die
faszinierenden, geowissenschaftlichen
Phänomene auf unserem Planeten.
Besonders der aufgebaute
Erdbebensimulator faszinierte die großen
und kleinen "Geo-Wissenschaftler".
Kurt Bauer vom Geo-Zentrum brachte den
interessierten Besuchern den Ablauf der
mit 9101 Meter weltweit tiefsten
Forschungsbohrung nahe. In der
Photovoltaikhalle und auf der
Arbeitsplattform des Bohrturms
erläuterte er die Besonderheiten der
Bohrwerkzeuge.
Mit Geo-Parkranger Joachim Fürnrohr
startete die Gruppe zur anschließenden
Wanderung durch das Waldnaabtal.
Fürnrohr ging bei seinen grundsätzlichen
Erläuterungen auf den
Bayerisch-Böhmischen Geopark ein, der
ein Projekt der vier angrenzenden
bayerischen Landkreise und der
böhmischen Regionen Karlsbad und Pilsen
ist. Vorbei an der Blockhütte des OWV
führte der Weg durch das idyllische Tal.
Erklärungen gab es am Butterfass, am
Sauerbrunnen und an der Felsformation
des Kammerwagens.
Joachim
Fürnrohr erläuterte die
Gesteinsvorkommen und die Entstehung
dieses einzigartigen Geotops. Spannend
wurden am Kammerwagen auch die Sagen um
den Ritter Kuno wiedergegeben, wozu der
aufgehende Mond eine romantisch-
schaurige Kulisse bot. Mit der
einbrechenden Dunkelheit endete die
Wanderung in den Menanderwiesen der
Waldnaab vor der Burg Falkenberg.
Brotzeit zum
Abschluss
Einen
gelungen Abschluss fand der Ausflug in
der Zoiglwirtschaft beim "Kramer-Wolf"
mit deftigen Brotzeiten und einem
süffigen Zoigl. Als Überraschungsgast
gesellte sich Landtagsabgeordneter
Tobias Reiß noch zur Gruppe. Er
berichtete über die ersten Erfahrungen
im Landtag und lud die Gäste zum Zoigl
ein. Bei Musik und Gesang kam auch der
gesellige Teil der Fahrt nicht zu kurz.