Wunsiedel
Erdgeschichte als Tourismusmagnet
Den Geopark
Bayern-Böhmen stellte dessen Leiter, Dr.
Andreas Peterek, den Kreisräten vor.
Dabei ging es auch um die Frage, ob der
Landkreis dem Geopark-Verein beitritt,
der demnächst gegründet wird. Bisher ist
der Geopark als eine Arbeitsgemeinschaft
organisiert, der die Landkreise
Wunsiedel, Tirschenreuth, Bayreuth und
Neustadt/Waldnaab auf bayerischer und
Karlsbad und Pilsen auf tschechischer
Seite angehören.
Wie Dr.
Peterek sagte, ist der erst 2002
gegründete Geopark bereits jetzt eine
Erfolgsgeschichte. "Bisher lag der
Schwerpunkt unserer Arbeit in der
Ausbildung von Geoparkrangern." Diese
organisieren Wanderungen und längere
Exkursionen zu geologischen, kulturellen
und historischen Themen im Gebiet des
Geoparks. Im laufenden Jahr hätten daran
mehr als 5500 Gäste teilgenommen, so
Peterek. Künftig solle vor allem am
weiteren Ausbau der Infrastruktur
gearbeitet werden. "Wir planen neues
Kartenmaterial, Prospekte, Tafeln und
den Aufbau von Infozentren." Dabei will
der Geopark auch mit dem Naturpark
Fichtelgebirge zusammenarbeiten. Der
Geopark sehe sich nicht als Konkurrenz,
sondern als Ergänzung des Naturparks.
Dass der
Geopark auf dem Gebiet der sechs
Landkreise seine Berechtigung habe,
belegte Peterek mit einer Zahl: "Allein
im Fichtelgebirge kommen 85 Prozent
aller Gesteinsarten vor, die es auf der
Erde gibt." Anhand unzähliger
Landschaftserscheinungen lasse sich im
bayerisch-böhmischen Geopark wie kaum
anderswo die Erdgeschichte studieren.
"Wer sich darauf einlässt, der kann hier
regelrecht süchtig nach Geologie
werden."
Peterek
sieht den Geopark auch als ein
Instrument der Tourismuswerbung. Vor
allem viele Tagestouristen aus der
weiteren Region nähmen an den
Wanderungen teil.