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 14. Fichtelgebirgs-Mineralienbörse Marktleuthen 9. März 2008

 

Fichtelgebirgs-Mineralienbörse Marktleuthen

9. März 2008 | 9 - 17 Uhr

                                                            

Am Sonntag den 09.03.2008 findet die 14. Fichtelgebirgs-Mineralienbörse in der Stadthalle Marktleuthen statt. In diesem Jahr widmet sich die Sonderschau einem besonderen Aspekt im Bayerisch-Böhmischen Geopark:

 

Klassische Mineralienfundstellen im

Bayerisch-Böhmischen Geopark

 

Die klassischen Fundstellen im Gebiet des Bayerisch-Böhmischen Geoparks wurden weit über seine Gebietsgrenzen und die der Landesgrenze hinaus bekannt. Dadurch sind weltweit viele Mineralstufen aus dem Gebiet des Geoparks in Sammlungen und Museen vertreten. So seien hier beispielsweise einige genannt:

 

Die Specksteingrube Johanneszeche bei Wunsiedel wurde durch Pseudomorphosen nach Bergkristall und Calcit bekannt.

Die Granitsteinbrüche am Epprechtstein bei Kirchenlamitz und am Fuchsbau bei Leupoldsdorf lieferten bis vor etwa 30 Jahren imposante Rauchquarzkristalle, Feldspäte, Apatite und Fluorite. Die weltweit schönsten und besten Goyazitkristalle wurden am Fuchsbau gefunden.

 

Bei Schirnding wurden bis zu 30 cm große Gipskristalle aus der Braunkohle geborgen. In der Schwefelkiesgrube Bayerland bei Waldsassen entdeckte man beim Abbau große Bergkristalle und Pyritstufen, in den oberen Abbaugebieten der Grube das Eisenerz Limonit, dessen traubige Oberfläche in allen Regenbogenfarben schillert.

 

Aus dem tschechischen Teil des Geoparks, einst Böhmen, werden Mineralien der Blei-Zink-Silbergruben von Střibro (Mies), sowie Zinn- und Wolframerze von Horni Slavkov (Schlaggenwald) ausgestellt. Südlich von Cheb (Eger) liegt eine Fundstelle für Moldavit. Dieses Gesteinsglas entstand beim Aufschlag des Meteoriten im Nördlinger Ries und regnete dann bis nahe Çeské Budéjovice (Budweis) und Brno (Brün) zu Boden. Auch Feldspäte aus Karlovy Vary (Karlsbad), die sogenannten Karlsbader Zwillinge, oder der braune Egeran aus Hazlov (Haslau), deren Namensursprung auf den Städten Karlsbad und Eger beruht, werden in der Sonderschau zu sehen.

 

Diese Zeugnisse klassischer und neuer Fundstellen werden in der grenzüberschreitenden Ausstellung zu betrachten sein. Zu den Neufunden zählen schleifwürdige Zirkone, ein Schmuckstein, aus dem Reichsforst im Fichtelgebirge, als auch Bandachate und Jaspis aus Kulmain in der Oberpfalz.

 

Kontakt:

Thomas Müller Tel. 09285/7155

 

Eintritt: 3 € (Erwachsene), 1,50 € Kinder

 

 

Mit Informationsstand des Bayerisch-Böhmischen Geoparks mit Attraktionen und Spielen für Klein und Groß

 

 

 

Die rechts gezeigten Mineralstufen stammen aus den Sammlungen von Klaus Heinl (Groschlattengrün) und Thomas Müller (Marktleuthen). Von diesen wurden auch die Fotos zur Verfügung gestellt, wofür wir herzlich danken.

      

 

 

 

 

Die braune Varietät des Vesuvian Egeran im Quarz, Hazlov (Haslau) nördlich von Cheb (Eger), Tschechien, Stufenbreite 8 cm

 

 

Glaskopf mit Anlauffarben, Grube Bayerland bei Waldsassen, Oberpfalz, Stufenbreite 14 cm

 

Fluoritkristall mit Orthoklas und Muskovit, Epprechtstein bei Kirchenlamitz, Oberfranken

Stufenbreite 8 cm

  

Pyrit aus dem Braunkohletagebau Lomnice bei Sokolov (Falkenau), Tschechien, Kantenlänge 3 cm

 

 

Turmalingarbe mit Endfläche, Epprechtstein bei Kirchenlamitz, Oberfranken, Länge 9 cm

 

 

 

 

 

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