Unterzeichnung
der gemeinsamen Geopark-Erklärung am 25. Juni 2003 in Karlsbad (©
Regionsregierung Karlsbad)
Im
Februar 2004 wurde die "Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Geopark" von
den vier beteiligten bayerischen Landkreisen ins Leben gerufen, deren Vorsitzender
bis April 2008
Herr Landrat Karl
Haberkorn (Tirschenreuth) war, seit Mai 2008 Herr Landrat Simon Wittman
(Neustadt/Waldnaab) ist. Diese Arbeitsgemeinschaft ist Träger des bayerischen Teils des
Geoparks. Die Projektkoordination war anfangs dem Förderverein des GEO-Zentrums an der KTB e.V. in Windischeschenbach
übertragen worden. Seit März 2005 standen dafür Mittel seitens der Europäischen Union (Ziel-2),
des Freistaates Bayern (Allgemeiner Umweltfonds) und der beteiligten
Landkreise zur Verfügung. Seit Anfang 2008 ist der
Sitz der Geschäftsstelle in Parkstein. Geschäftsbesorger ist derzeit
der Landkreis Neustadt/Waldnaab.
Der
Aufbau des tschechischen Teils des Bayerisch-Böhmischen Geoparks wird
in der Region Karlsbad durch das Kreismuseum in Sokolov koordiniert, in der
Region Pilsen hat dies die Agentur RECEPTT übernommen. [Kontakt]
Das
Gebiet des Bayerisch-Böhmischen GeoParks [Karte]
Das Gebiet des Geoparks umfasst die Landkreise Bayreuth, Neustadt an
der Waldnaab, Tirschenreuth und Wunsiedel i. Fichtelgebirge sowie
große Teile der Regionen Karlsbad und Pilsen. Der
Bayerisch-Böhmische Geopark ist mit seiner Ausdehnung von über 5500
Quadratkilometern (davon etwa 3500 Quadratkilometer in Bayern) derzeit
einer der größten
Geoparke in Mitteleuropa und neben dem Muskauer Faltenbogen an der
deutsch-polnischen Grenze der einzige grenzüberschreitende Geopark
Deutschlands.
Das
Gebiet des Bayerisch-Böhmischen Geoparks (c) DLR
Erläuterungen
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Ziele
und Leitbilder des Bayerisch-Böhmischen Geoparks
Die
Ziele und Leitbilder des Bayerisch-Böhmischen Geoparks entsprechen denen
der anderen Geoparks. Neben der Förderung
des Verständnisses für die Geowissenschaften und unsere Umwelt, die
Wahrung des geologischen Erbes als Zeugnisse unserer Entwicklungs-,
Kultur- und Wirtschaftsgeschichte stehen besonders auch die Förderung der touristischen Attraktivität der Region
im Mittelpunkt. Sie soll einen Beitrag zu ihrer wirtschaftlichen
Entwicklung leisten. Durch das Bewusstsein der Zugehörigkeit zum selben geologischen Großraum
beiderseits der bayerisch-tschechischen Grenze und vor allem den
grenzüberschreitend arbeitenden Geopark soll die "grenzenlose" Identifikation der Bevölkerung mit ihrer Region
im Herzen Europas gefördert werden.
Wie
soll der Bayerisch-Böhmische Geopark sichtbar werden?
Der
Bayerisch-Böhmische Geopark wird nicht von heute auf morgen überall im
Geopark-Gebiet sichtbar
sein. Es wird sogar einige
Jahre in Anspruch nehmen, alle Ziele und Projekte zu realisieren.
Insbesondere der Ausbau einer Reihe bereits konzipierter und für die
Zukunft geplanter Erlebnis- und Lehrpfade, die Begehbarmachung und
informative Beschilderung von ausgewählten Lokalitäten, die Erstellung von thematischen Wander- und Exkursionsunterlagen (Karten,
Broschüren, Audioguides) sowie besonders auch die Einrichtung von Geopark-Informationsstellen ("Geopark-Pforten") wird nur schrittweise
umgesetzt werden können.
Für
das Jahr 2006 sind bereits jetzt die Aufnahme der
"Drei-Brüder-Felsen" (Lkr. Wunsiedel i. Fichtelgebirge) und des "Großen
Lochsteins" (Lkr. Bayreuth) zu den 100 schönsten Geotopen Bayerns
und deren Ausstattung mit jeweils einer Informationstafel zu nennen. Vor der Fertigstellung stehen weiterhin die
Geotour "Boden" und der "Erdgeschichtliche Wanderweg
Püchersreuth" (in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Püchersreuth).
Für das Jahr 2007 ist unter anderem die Eröffnung der
grenzüberschreitenden Geotour
"Vulkanismus" geplant.
Die
Geopark-Geschäftsstelle ist zusammen mit den Landkreisen und Gemeinden
bemüht, alle geowissenschaftlich-naturkundlich orientierten Museen und
Vereine der Region am Geopark-Konzept direkt zu beteiligen und deren
Aktivitäten zum Nutzen aller miteinander zu vernetzen. Der Geopark
benötigt jedoch auch Initiativen von "unten", das heißt, die
Mitwirkung möglichst vieler aus den Gemeinden, von Interessensgruppen
und Vereinen, Vertretern der Wirtschaft und der Politik.
Geopark-Aktivitäten in der eigenen Gemeinde, die Übernahme einer
Geotop-Patenschaft, Anregungen an die Geschäftsstelle oder eine
Mitwirkung auf andere Weise sind wichtige Mosaiksteine für das Gelingen
des Geopark-Projektes.
Geopark-Ranger
Um
der Nachfrage an Veranstaltungen für Geopark-Besucher nachkommen zu
können, benötigt der Bayerisch-Böhmische Geopark ein Netzwerk an
"Geopark-Rangern", ähnlich aufgebaut wie das der
Gästeführer. Sollten Sie an einer Mitwirkung in diesem Netzwerk
interessiert sein, dann sprechen Sie uns bitte an. Wir werden in den
nächsten Wochen zu einer entsprechenden Informationsveranstaltung
einladen.
Schaufenster
in den Geopark
Besonders
der jährlich deutschlandweit stattfindende "Tag des Geotops"
soll im Bayerisch-Böhmischen Geopark auch ein "Tag des Geoparks"
werden. An diesem Tag gemeinsam durchgeführte Veranstaltungen des Geoparks und der lokalen Vereine mit
Exkursionen und Vorträgen rund um die Geotope sind als ein Fenster in
den sich fortwährend entwickelnden Bayerisch-Böhmischen Geopark gedacht.