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92711 Parkstein

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Wunsiedel

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Einführung

Steine in der Stadt

Ohne Steine wären unsere Städte nicht vorstellbar. Dienten sie anfangs ausschließlich dem Bau trutziger, mittelalterlicher Burgen, von Stadtbefestigungen oder kirchlicher Gebäude, lösten sie später Holz-, Lehm- und Fachwerkhäuser im Ortsbild ab. Mancherorts wurden sie zur Vermeidung verheerender Stadtbrände sogar verordnet.

Vielerorts war es das aufkommende Bürgertum, das repräsentative und solide Bauwerke auch für sich beanspruchte. Im Wandel des Städtebaus und der Nutzung der Naturwerksteine spiegelt sich nicht nur die Stadtgeschichte wider. Gleichermaßen reflektieren sie auch die Kultur-, Wirtschafts-, Sozial- und Kunstgeschichte eines Ortes.

Wir laden Sie ein zu einem etwas anderen Stadtrundgang. Entdecken Sie Wunsiedel anhand seiner Bausteine. Studieren Sie die verschiedenen Granite des Fichtelgebirges in den Gebäuden, Brunnen, Denkmälern oder Hausfassaden, oder lassen Sie sich beeindrucken vom Facettenreichtum des Wunsiedler Marmors.

Mehr als 25 verschiedene Naturwerksteine werden Ihnen auf der rund ein- bis zweistündigen Runde begegnen. Die meisten davon stammen aus der Region, was nicht verwundert, denn schließlich sind Wunsiedel und das Fichtelgebirge seit jeher ein wichtiges Zentrum der Natursteinindustrie.

Die Nummerierung der Standorte folgt keinem didaktischen Konzept. Sie können die einzelnen Standorte nach eigenen Gesichtspunkten und auf eigenen Wegen anlaufen.

Der Geopark Bayern-Böhmen und die Stadt Wunsiedel wünschen Ihnen dabei viel Vergnügen und einen angenehmen Aufenthalt in Wunsiedel.

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Stadtinfo

Lage
Im Fichtelgebirge im Tal der Röslau am Fuß der Kösseine

Höhe
525 m NN

Fläche
54,91 km2

Koordinaten
50°2' nördlicher Breite; 12°0' östlicher Länge

Geomorphologie
Wunsiedel liegt im zentralen Fichtelgebirge. Im Gegensatz zu den umrahmenden Höhenzügen aus Granit, wird dieser Teil der Mittelgebirgslandschaft durch weit gespannte Hochflächen (tertiäre Abtragungsflächen) und mal sanft, mal markant eingetiefte Täler geprägt.

Geologie
Das Fichtelgebirge liegt in der Kernzone des Variszischen Gebirges. So prägen metamorphe Gesteine und spätvariszisch intrudierte Granite den geologischen Bau.

Einwohnerzahl
9349 (Stand: 31.12.2011)

Struktur/ Wirtschaft
Kreisstadt des oberfränkischen Landkreises Wunsiedel im Fichtelgebirge, Verwaltungs-, Schul- und Festspielstadt mit der ältesten Naturbühne Deutschlands; Schleifscheibenherstellung, Farbenwerke, Glas- und keramische Produktion, Steinverarbeitung und diverse Dienstleistungsunternehmen

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Stadtgeschichte

1163
Erste urkundliche Erwähnung

1326
Verleihung der Stadtrechte durch die Burggrafen von Nürnberg

1384
Erstmals als Pfarrort erwähnt; bedeutende mittelalterliche Wallfahrtskirche auf dem Katharinenberg (heute Ruine)

Bis zum 30-jährigen Krieg Entwicklung als Zentrum des Bergbaus und der Weißblechverzinnung

1450
Einrichtung der Sigmund Wann-Stiftung mit Bau des Spitals und der Spitalkirche „St. Maria"

1504 – 1791
Hauptstadt des Sechsämterlandes

1528
Einführung des lutherischen Glaubens durch die Markgrafen von Bayreuth-Kulmbach

1790
Beginn der Erschließung des Felsenlabyrinths „Luisenburg“

1792 – 1806
Wunsiedel und die Region stehen unter preußischer Verwaltung

1806 – 1810
Besetzung durch französische Truppen

1810
Eingliederung ins Königreich Bayern

1834
Letzter großer Stadtbrand; danach Neuaufbau der Stadt nach klassizistischem Grundriss

Seit 1862
Sitz des Bezirksamtes, seit 1938 in Landkreis umbenannt

1877
Anschluss ans Eisenbahnnetz

1890
Erstes großes Theaterfestspiel auf der Naturbühne der Luisenburg

Seit 1972
Sitz des neugegründeten Landkreises „Wunsiedel im Fichtelgebirge"

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Natursteine

Naturwerksteine in Wunsiedel

Naturwerksteine in Wunsiedel sind deutlich geprägt durch die Granite des Fichtelgebirges. Die historischen Bauwerke, von denen viele aus der ersten Hälfte des 19. Jh. und davor stammen, nutzen solche aus dem südlich angrenzenden Gebiet des Kösseine-Granitmassivs. Man gewann die Steine aus zutage tretenden Felsformationen ("Wacken") und "Findlingen". Erst in der zweiten Hälfte des 19. Jh. wurden sie in größeren Steinbrüchen abgebaut.

In vielen Putzbauten sind Fenstereinfassungen sowie Bodenplatten und Treppenstufen aus den Fichtelgebirgsgraniten markant. Nach 1930 werden Granite aus dem nördlich von Wunsiedel liegenden Waldstein-Epprechtstein-Gebiet verwendet.

Die meisten Steinbrüche, die Wunsiedels Bausteine geliefert haben, sind heute nicht mehr in Betrieb. Da sie oft auch nur lokale Bedeutung hatten, gibt es für ihre Werksteine auch keine allgemein gebräuchlichen Handelsnamen.

Zwei andere einheimische Naturwerksteinen sind bemerkenswert: Der Wunsiedler Marmor und der Ochsenkopf Proterobas. Beide wurden als Denkmal- und Grabstein sowie als Straßenpflaster verwendet. Nicht einheimische Naturwerksteine zogen in Wunsiedel erst ab den 1970er Jahren ein. Sie spielen im Stadtbild nur eine untergeordnete Rolle.

Europaweit einmalig ist die Sammlung von Natursteinen im Deutschen Natursteinarchiv des Steinzentrums Wunsiedel. Für den Besuch ist eine Voranmeldung erforderlich.
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Granite

Granite des Fichtelgebirges

Granite machen im Fichtelgebirge rund 40 % der Fläche aus. Sie lassen sich mehreren spätvariszischen Intrusionen zwischen rund 325 bis 290 Millionen Jahren vor heute zuordnen. Abhängig von der jeweiligen Intrusionsgeneration und der Lage innerhalb der Granitkörper variieren Zusammensetzung, Gefüge und Textur der Granite zum Teil sehr deutlich. Sie finden unter anderem in den geologischen Bezeichnungen wie "Kern-" oder "Randgranit" ihren Niederschlag.

Für Wunsiedel ist das Kösseine-Granitmassiv von besonderer Bedeutung: Der dortige "Randgranit" ist ein heller fein- bis mittelkörniger und relativ homogener, teilweise porphyrischer Biotitgranit. Typisch sind in der Textur Quarznester und Quarze, die den Feldspat verdrängen. Mitunter kommen Fremdgesteinseinschlüsse vor. Die historischen Steinbrüche liegen vor allem am Schauerberg ("Schauerberg-Granit"). Der "Kerngranit" des Kösseine-Massivs ist ein mittel- bis grobkörniger Biotitgranit. Er baut den östlichen und südlichen Teil des Massivs auf. Augenscheinlich sind bis mehrere Zentimeter große Kalifeldspäte, die mitunter rundliche Formen aufweisen. Typisch sind Fremdgesteinseinschlüsse (vor allem mit schiefriger Textur) und monomineralische Nester aus Biotit. Eine graue bis gelbliche, selten auch rosa Farbvarietät ist der "Luisenburg-Granit".

Die sehr charakteristisch blaugraue Variante ist der "Kösseine-Granit", der zu den überregional bekanntesten Fichtelgebirgsgraniten gehört und ist heute noch im Abbau (Schurbach). Die Kerngranite des Kösseine-Massivs können durch Verwitterung ausbleichen und lassen sich dann kaum voneinander unterscheiden.

In den letzten Jahrzehnten hat insbesondere der Kerngranit des Waldstein-Granitmassivs Bedeutung als Werkstein in Wunsiedel. Er wird unter den Handelsnamen "Waldstein-Granit" und "Reinersreuther Granit" geführt. Es ist ein meist homogener, mittel- bis grobkörniger Zweiglimmergranit mit gut erkennbaren Kalifeldspäten. Je nach Verwitterungseinfluss variiert seine Farbe zwischen grau und gelblich. Dem gleichen Granitmassiv gehört der "Epprechtstein-Granit" an. Er unterscheidet sich vom Waldstein-Granit durch ein meist kleineres Korn und ein weniger prägnantes Herausstechen der Feldspat-Individuen. Für den "Reinersreuther Granit" und den "Epprechtstein-Granit" sind bisweilen pegmatitisch-pneumatolitische Schlieren und Mineraldrusen charakteristisch (u. a. mit Turmalin, Schörl).
Granite

Granite



↑ Schauerberg Granit

Der Schauerberg Granit ist der häufigste in Wunsiedel in historischen Gebäuden verbaute Granit. Sein Gefüge ist mal fein- bis mittelkörnig, größere Feldspatindividuen kommen häufig "versprenkelt" und isoliert vor. Sie sind dann oft nicht idiomorph (eigengestaltig mit typischer Feldspattafel), sondern isometrisch bwz. rundlich. Dies zeigt Übergänge zum Kösseine Granit, vor allem dann, wenn sich die Korngrößen dem Kösseine Granit annähern.



↑ Kösseine Granit

Typisch für den Kösseine Granit ist seine blaue bis blaugraue Farbe. Sie wird verursacht durch Färbung der Mikrokline (das sind Kalifeldspäte), vermutlich durch Cordieritpartikel, die in die Feldspäte eingelagert sind. Die Cordierite entstammen dem Gestein, aus dem die Granitschmelze entstanden ist.

Häufig kommen im Gestein Einschlüsse von Fremdgesteinen vor. Meist sind dies schiefrige Komponenten.

Durch längere und intensive Sonnenbestrahlung kann der Kösseine Granit aufhellen, oft sogar gelbliche Farben annehmen. Der Kösseine Granit ist der bekannteste und in Deutschland am weitesten verbreitete Granit des Fichtelgebirges.



↑ Waldstein Granit

Der Waldstein Granit ist ein mittelkörniger Granit mit meist gut erkennbaren Feldspattafeln. Der Granit ist im frischen Zustand grau, in der Verwitterungszone oft gelblich.



↑ Epprechtstein Granit

Der Epprechtstein Granit ist dem Waldstein Granit oft ähnlich. Die Feldspäte sind jedoch kleiner und treten weit weniger bis überhaupt nicht im Gesteinsverband heraus.

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Netzwerk

Das Netzwerk Steine in der Stadt

Mit den Steinen in der Stadt beschäftigen sich Geowissenschaftler, Architekten, Steinmetze, Restauratoren, Baugeschichtler, Denkmalpfleger und Künstler. Sie alle betrachten den gleichen Stein, doch jeder mit anderen Augen, Absichten und Erfordernissen. Darauf aufmerksam zu machen, ist Grundgedanke des bundesweiten Netzwerkes Steine in der Stadt.

Für viele Städte in Deutschland sind über das Betzwerk mittlerweile Exkursionsführer zu den in ihnen verbauten Natursteinen entstanden.

Informationen zum Netzwerk Steine in der Stadt gibt es auch im Internet.

Kontakt:
Netzwerk
Steine in der Stadt
Prof. Dr. J. H. Schroeder
Technische Univ. Berlin
Ackerstraße 76
13355 Berlin

Internet:
www.tu-berlin.de/steine-in-der-stadt  »  jetzt verbinden

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Bildergalerie

Bildergalerie

In der Bildergalerie finden Sie Bilder von verschiedenen Orten in Wunsiedel, darunter auch die Plätze dieses Rundganges. Motive sind weiterhin besondere Brunnen und weitere Sehenswürdigkeiten.

Mit dem Klick auf die Bildergalerie wird über einen externen Link ein weiteres Fenster geöffnet. Hierzu ist eine Internetverbindung und ein weiterer Datentransfer erforderlich.

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Rundgang

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Karten

Karten und GPX

Hier bieten wir Ihnen verschiedene Karten an, mit deren Hilfe Sie sich in Wunsiedel zurecht finden können. Um die Daten anzuzeigen, ist ein zusätzlicher Datentransfer erforderlich.

Wir stellen Ihnen neben einer Google-Karte auch einen Stadtplan im pdf-Format bereit. Dieser enthält die einzelnen Standorte der Gebäude und Denkmäler, die wir Ihnen zeigen möchten. Die Nummerierung entspricht der des Rundganges.

Was ist GPX?

GPX ist ein häufig verwendetes Datenformat, mit dem Sie Geodaten in verschiedene Navigations-Anwendungen importieren können. Haben Sie eine solche auf Ihrem Smartphone oder IPhone installiert, dann sollte sich diese durch Anklicken von GPX automatisch öffnen.

Hinweis

Sie öffnen mit der Auswahl einer der Karten ein weiteres Fenster, in dem Ihnen eine Google-Karte oder der Stadtplan im pdf-Format angezeigt wird. Die App bleibt im Hintergrund geöffnet. Sie können problemlos zwischen den Fenstern hin und her schalten.

Beachten Sie, dass eine Internetverbindung notwendig ist.

"Aktueller Standort" zeigt Ihnen den Kartenausschnitt, in dem Sie sich aktuell befinden. In dieser Karte werden die Standorte der Gebäude und Denkmäler nicht angezeigt.

"Anlaufpunkte" zeigt die Stationen des Stadtrundganges in Wunsiedel. Ihr aktueller Standort befindet sich dann möglicherweise außerhalb des Sichtfensters. Ihr Standort wird nicht aktualisiert, wenn Sie sich bewegen. Sie müssen das Fenster über Ihren Browser aktualisieren. Dabei wird nur die Karte neu geladen.

Durch Antippen der Symbole in der Karte der Anlaufpunkte erhalten Sie kurze Informationen zu den Objekten.


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Service

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Touristinfo

Touristinformation

Die Touristinformation finden Sie in der Fichtelgebirgshalle in der Jean-Paul-Straße 5.

Öffnungszeiten
Mo-Fr 8-16 Uhr
Sa 10-12 Uhr
So und Feiertage geschlossen

Während der Festspielzeit (Mai-August):

Mo-Fr 8-17 Uhr
Sa 9-12 Uhr
So und Feiertage 10-12 Uhr

Kontakt:
Jean-Paul-Str. 5
95632 Wunsiedel
Telefon (09232) 60 21 62
Fax (09232) 60 21 69



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Gastronomie

Wunsiedler Gastfreundschaft

Cafés  » mehr
Snacks & Kneipen  » mehr
Gasthöfe  » mehr
Restaurants  » mehr

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Sehenswertes

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Stadtrundgang






Klicken Sie zum Öffnen der Datei auf das Symbol. Externer Link
  Historischer Stadtrundgang

Die Stadt Wunsiedel bietet Ihnen einen selbstgeführten Stadtrundgang an. Auf dem ein- bis zweistündigen Rundgang lernen Sie die Besonderheiten der Stadt kennen. Start- und Zielpunkt für den Rundgang durch die klassizistische Altstadt ist der Markplatz.

Mit einen Klick auf das unten stehende Symbol öffnen Sie den Stadtführer als pdf-Dokument (2,2 MB).

Beachten Sie, dass Sie ein entsprechendes Programm auf Ihrem Gerät installiert haben müssen.

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Koppetentor

Koppetentor

Der Koppetentorturm ist mit seinem Rest der alten Stadtmauer weithin noch der originale mittelalterliche Stadttorturm. Er wurde zwischen 1467 bis 1471 im Zuge der Erweiterung der Stadtmauer erbaut. Der Turm erhielt seinen Namen bereits im ersten Jahr (1471). Man bezeichnete ihn als den "koppeten Turm", vermutlich, weil er noch keine ausgebaute Turmspitze hatte.

Im Jahre 1600 erhielt der Turm anstelle eines ursprünglichen Schindeldachs ein Ziegeldach. Dies brachte ihm auch den Namen der "Rote Turm" ein. Beim Stadtbrand im Jahre 1834 brannte der Turm ab. Er wurde nach alten Plänen im Jahre 1838 in seiner heutigen Form wieder aufgebaut. Die heutige "altdeutsche" Turmbekrönung stammt aus dem vorigen Jahrhundert stamm. Sie ist eines der Wahrzeichen Wunsiedels.


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Brunnen

Wunsiedler Brunnen

In Wunsiedel gibt es über 30 Brunnen. Alljährlich werden diese am Wochenende vor Johani (24. Juni) von den Bürgern der Stadt nach altem Brauch festlich geschmückt. Sänger und Musikanten ziehen dann bei Einbruch der Dunkelheit von Brunnen zu Brunnen und bringen ein Ständchen dar. Zahlreiche Veranstaltungen begleiten dies.

Geschichte der Brunnen
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Liste der Wunsiedler Brunnen
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Kirchen

Kirchen

Spitalkirche und Sigmund-Wann-Spital
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Gottesackerkirche zur Hl. Dreifaltigkeit
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Evangelische Pfarrkirche St. Peter
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Stadt-Pfarrkirche St. Veit
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Ruine der Wallfahrtskirche am Katharinenberg
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Museen

Museen

Fichtelgebirgsmuseum
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Deutsches Natursteinarchiv
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Luisenburg

Luisenburg

Europas größtes Felsenlabyrinth und Nationales Geotop – Tauchen Sie ein in die Faszination des gigantischen Granitsteinmeeres!

Riesige Felsbrocken umrandet von Höhlen und Schluchten bestimmen diese einzigartige Landschaftskulisse inmitten des Fichtelgebirges.

Schon immer übte dieser Ort eine ganz besondere Faszination auf die Menschen aus: Einst führchtete man das Felsenmeer und betrachtete es mit Angst und Schrecken. Inzwischen erfreuen sich alljährlich über 100.000 Besucher aus Nah und Fern an diesem einmaligen Naturereignis.

Wandern auch Sie auf den Spuren von Königin Luise, zwingen sich durch schmale Felsenschluchten und lassen sich in den Bann, der über 300 Millionen Jahre alten Granitsteinformationen, ziehen. Zahlreiche Rastplätze und beeindruckende Aussichtspunkte laden Sie zum Verweilen und Genießen ein.

Ein eigens angelegter Rundweg zeigt Ihnen die Besonderheit und Einzigartigkeit dieses Naturschauspiels, welches Mensch und Natur gleichermaßen geschaffen haben!

Sie werden begeistert sein, von diesem mystischen Ort mit seinen zahlreichen Facetten und Eigenarten!

Öffnungszeiten:
Anfang April bis Anfang November (je nach Witterung)
von 8.30-18 Uhr, in der Festspielzeit (Juni-Juli-August) bis 19 Uhr

Anschrift:
Luisenburg 1
95632 Wunsiedel Telefon (09232) 56 73 (Kasse) oder (09232) 60 21 62 (Touristinfo)

Geologische Führungen:
Telefon (09602) 9 39 81 66 (Geopark)

Allgemeine Führungen:
Telefon (09232) 60 21 16

Internet:
www.wunsiedel.de  »  jetzt verbinden

Quelle: Stadt Wunsiedel


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Geopark

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Geopark

Der Geopark Bayern-Böhmen

Eine Zeitreise zu den geologischen Anfängen Europasß Zurück in die Zeit, in der die Dinosaurier die Erde beherrschten, Europa unter einem tropisch-warmen Meer verschwunden war oder Vulkane die Landschaft prägtenß Oder gar eine Reise ins Innere der Erdeß

Kaum eine andere Region in Europa bietet dazu vergleichbare Möglichkeiten wie die des grenz- überschreitenden Geoparks Bayern-Böhmen. "Aufbruch ins Erdinnere" lautet so auch das Motto des Geoparks, der Sie mitnimmt auf eine Reise durch Raum und Zeit in der geologischen Mitte Europas.

Mehr als 500 Millionen Jahre Erdgeschichte präsentieren sich im Geopark in unvergleichlichen Landschaften mit einzigartigen steinernen Naturobjekten, Lehr- und Erlebnispfaden sowie erdgeschichtlichen Museen. Zahlreiche Zeugnisse zur Geschichte des Bergbaus, des damit verbundenen Handwerks und der Industriekultur kommen hinzu.

Den geologischen Besonderheiten der Region und der Qualität des Angebots im Rahmen eines sanften Naturtourismus verdankt der Geopark seine Anerkennung als "Nationaler Geopark" sowohl in Deutschland wie in Tschechien.



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Veranstaltungen

Mit den Geoparkrangern unterwegs

Die Geoparkranger im Geopark Bayern-Böhmen bieten Ihnen auch in Wunsiedel und Umgebung Führungen zu festen Terminen sowie für Gruppen auf Anfrage an.

Klicken Sie sich unten in die aktuelle Auswahl der Führungen in Wunsiedel oder in unser gesamtes Führungsprogramm hinein.

Führungen bieten wir Ihnen zurzeit in Wunsiedel zu folgenden Themen an:


Steine in der Stadt  » mehr

"... dass das Höchste und das Tiefste Granit sei"  » mehr

Sesam öffne dich – Ein Blick in die Unterwelt des Katharinenberges  » mehr

Möchten Sie eine Führung buchen? Dann richten Sie Ihre Anfrage bitte an die Geschäftstelle des Geoparks unter Telefon (09602) 9 39 81 66.

Möchten Sie die Termine der Führungen in Wunsiedel oder im Geopark kennen lernen? Dann wählen Sie nachfolgend aus:
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Rundgang

Finanzamt

Finanzamt
Sonnenstraße 11

Das Gebäude des Finanzamtes wurde als Rentamt 1903 erbaut (östlicher Gebäudeteil), bereits 1913 erweitert(westlicher Teil). Der reich gegliederte und ornamentierte Bau zeigt Stilelemente der deutschen Spätrenaissance. Es ist das einzige vollständige Sandsteingebäude in Wunsiedel (nur östlicher Teil).

Die verwendeten Natursteine sind historisch viel genutzte Sandsteine der Umgebung von Bayreuth. Vermutlich wollte man mit ihnen einen deutlichen Kontrast zu den sonst ausschließlich genutzten Graniten schaffen. Die in den Mauern verbauten Sandsteine sind schwer zu unterscheiden. In der Gesamtansicht ist der im östlichen Gebäudeteil verwendete Sandstein heller ("Trebgaster Sandstein"), der im westlichen verbaute zeigt einen stärker gelblich-bräunlichen Farbton ("Donndorfer Sandstein").

Für die Ornamente wurde dagegen ein feinkörniger und homogener Sandstein verwendet („Lessauer Sandstein“). Alle drei Sandsteine sind terrestrisch, das heißt, sie wurden am Festland durch Flüsse abgelagert. Die Mauersteine zeigen teils schöne Schrägschichtung.
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Finanzamt



↑ Alte Ansicht (vor 1913)

Das Bild zeigt das Gebäude des 1903 erbauten Rentamtes (= Finanzamt) noch ohne seinen Anbau, der 1913 errichtet wurde. Die Entwürfe stammen von Kreisbauassessor Nißel. Eingeweiht wurde das prachtvolle Sandsteingebäude am 8. November 1903.



↑ Prinzregent Luitpold

Mit dem Reliefbildnis "Ihrer Königlichen Hoheit" huldigte die Stadt Wunsiedel den Prinzregenten Luitpold von Bayern.

Zu diesem Anlass sandte Prinzregent Luitpold ein Telegramm mit folgendem Wortlaut:

"Se. Kgl. Hoheit lassen der Festversammlung für die bei der heutigen feierlichen Enthüllung der am neuen Rentamtsgebäude angebrachten Medaillongruppe allerhöchst demselben dargebrachte Huldigung freundlich danken."



↑ Ornamente

Aus dem "Lessauer Sandstein" ließen sich filigrane Ornamente anfertigen. Hier am Kapitell unter dem Erker.



↑ Die Sandsteine

Deutlich wird der Unterschied der Sandsteine dort, wo sie unmittelbar aneinander grenzen. Hier der feinkörnige und homogene "Lessauer Sandstein" des ornamentierten Erkers (links) an den sehr viel gröberen und deutlich schräg geschichteten "Trebgaster Sandstein" (rechts).



↑ Der Erker

Reich mit Bildhauerarbeiten versehener Erker auf der Vorderfront des Finanzamtes.

Rundgang

Sparkasse

Sparkasse
Karl-Sand-Straße 6

Das Gebäude wurde am Weltspartag 1972 eröffnet. Ganz im Stile der 1970er Jahre verbinden sich hier Naturwerksteine mit Beton.

Drei Naturwerksteine kommen an dem Gebäude auf großen Flächen vor:

Türkischer Marmor "Marmara Bantli"
An der Fassade der Obergeschosse. Der straff geregelte Marmor ist dem Wunsiedler Marmor nicht unähnlich.

Theumaer Fruchtschiefer"
Fassade im Eingangsbereich sowie Verkleidung der Eingangshalle. Die namengebenden "Früchte" sind auf den Schieferungsflächen sehr schön zu erkennen. Es handelt sich dabei um Cordierit-Kristalle, die durch die Wärmeeinwirkung eines Granites auf das Ausgangsgestein gesprosst sind. Theuma ist ein Ort im Vogtland.

Granit
Bodenplatten und Treppenstufen sowie Einfassung der Treppe bestehen aus Granit. Dessen Herkunft ist nicht geklärt.

Rechts vor dem Haupteingang steht der Münzbrunnen. Er wurde geschaffen von Günter Rossow.
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Sparkasse



↑ Fassade Erdgeschoss

Großplatten aus Theumaer Fruchtschiefer. Davor der Münzbrunnen von Günter Rossow.



↑ Bronze-Relief

Die links des Haupteinganges aufgehängte Plastik stammt von Günter Rossow. Dargestellt sind die Wappen der Gewährsträger (Eigentümer und Mitglieder des Zweckverbandes) der Sparkasse im Jahr 1972: Landkreis Wunsiedel sowie die Städte Wunsiedel, Weißenstadt, Kirchenlamitz, Arzberg, Brand bei Marktredwitz, Marktleuthen und Thiersheim (Reihenfolge ungeordnet.



↑ Theumaer Fruchtschiefer

Die "Körner" oder "Garben" auf den Schieferungsflächen sind Cordierit-Kristalle.

Rundgang

Geschäftshaus

Geschäftshaus
Ecke Karl-Sand-/Maximilianstraße

Die Fassade des Erdgeschosses ist mit einem sehr bekannten Naturwerkstein aus Finnland verkleidet. Es handelt sich dabei um den charakteristischen Rapakiwi-Granit. Der Handelsname ist Baltic Brown.

Typisch sind die rundlichen, oft mehrere Zentimeter großen Einsprenglinge aus Feldspat in einer feinkörnigeren Grundmasse. Die Feldspat-Einsprenglinge bestehen im Kern aus einem rötlich gefärbten Kalifeldspat und einem Saum aus grünlichem Oligoklas.

Seinen Namen hat der Granit aus dem Finnischen. Dort bedeutet er "Bröckelstein" oder "schlechter Stein". Da die Oligoklase meist rascher verwittern als die anderen Feldspäte, zerfällt das Gestein sehr rasch.

Rapakiwi-Granite kommen weltweit in den Kernen der Kontinente vor. In Europa liegt ihr Hauptverbreitungsgebiet in Finnland.

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Geschäftshaus



↑ Fassade Erdgeschoss

Rapakiwi-Granit (Detail aus einer Fassadenplatte, Maximilianstraße 53).

Rundgang

Bankhaus

Bankhaus
Egerstraße 8

Die Fassade des Erdgeschosses ist verkleidet mit einem Gestein, das aus dem Alpenraum stammt: Ceppo di Gré (Handelsname).

Es wird zu den Kalksteinen gerechnet, da die Mehrheit der rundlichen Komponenten Kalksteine sind, ebenso wie die Matrix. Auch wenn das Gestein künstlich wirkt, ist es natürlich entstanden. In der Geologie wird das Gestein als Konglomerat bezeichnet.

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Geschäftshaus



↑ Fassade Erdgeschoss

Ceppo di Gré - ein Konglomerat aus Norditalien. Verbreitet ist auch die Gesteinsbezeichnung Nagelfluh.

Rundgang

Friedhof

Friedhof
Eingang Egerstraße

Friedhöfe sind Orte, an denen man meist Gesteine aus aller Welt finden kann. So auch in Wunsiedel. Bemerkenswert ist aber der hohe Anteil an einheimischen Gesteinen. Es finden sich dabei vor allem: Kösseine Granit, Ochsenkopf-Proterobas und Wunsiedler Marmor.

Von besonderer kulturgeschichtlicher Bedeutung sind die Epitaphe aus Wunsiedler Marmor. Sie fanden im Fichtelgebirge weite Verbreitung - keine Kirche, kein Friedhof, wo man sie nicht finden kann. Zum Schutz vor der Witterung sind viele historisch wertvolle Epitaphe auf der Nordseite des Friedhofs unter einer Überdachung ausgestellt. Auch entlang der Friedhofsmauer und an der Kirche sind Epitaphe aus Wunsiedler Marmor angebracht.

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Friedhof



↑ Grabdenkmal

Geschaffen aus Ochsenkopf-Proterobas von Günter Rossow. Im Hintergrund die Ausstellungshalle der Epithaphe aus Wunsiedler Marmor.



↑ Epithaph

Epithaph aus Wunsiedler Marmor in der Ausstellungshalle. Zugang zu den Öffnungszeiten des Friedhofs jederzeit möglich.



↑ Grabgruft

Die Familiengruft der Familie Karl Schmidt mit zwei Statuen aus Ochsenkopf-Proterobas vor dem Gebäude.

Rundgang

Spitalkirche

Spitalkirche
Spitalhof

Die evangelisch-lutherische Spitalkirche St. Marien wurde um 1460 erbaut. Nach Bränden von 1545 und 1732 wurde sie mehrfach erneuert.

Der Sockel des Kirchenbaus besteht aus Graniten des Fichtelgebirges (Luisenburg, überstrichen. Auf der Ostseite ist das Relief aus Proterobas besonders sehenswert (Beschreibung bei den Bildern).

Rund um die Kirche sind auf den Zuwegen verschiedene Pflastern und Steinplatten verwendet worden. Es finden sich große Granitplatten (Fichtelgebirgsgranite) sowie Großplaster aus Wunsiedler Marmor und Muschelkalk. Das recycelte Granitpflaster auf der Ostseite (beim Relief) stammt vermutlich aus der Lausitz. Es wurde bei Sanierungsarbeiten um 1980 verlegt.

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Spitalkirche



↑ Relief an der Ostseite der Spitalkirche

Das Relief aus Ochsenkopf- bzw. Fichtelgebirgs-Proterobas, geschaffen von Günther Rossow anlässlich des 500. Geburtstages des Spitals. In diesem Ausschnitt dargestellt ist der Spitalsstifter Sigmund Wann.



↑ Detail Reliefbild

Proterobas ist ein mehr lokal verwendeter Gesteinsname. Petrographisch handelt es sich dabei um einen Mikrogabbro. Ein Gabbro ist ein aus einer basischen Schmelze entstandenes Tiefengestein. Da die Schmelze am Ochsenkopf in einer zwar über fünf Kilometer langen, aber nur maximal 20 Meter breiten Spalte weit unter der Erdoberfläche erstarrt ist, ist der Ochsenkopf-Gabbro recht feinkörnig (schnelle Abkühlung). Daher wird er als Mikrogabbro bezeichnet.



↑ Wunsiedler Marmor

Großpflaster aus Wunsiedler Marmor im Umfeld der Spitalkirche.

Rundgang

Stadtkirche

Stadtkirche St. Veit
Jean-Paul-Platz

Die Stadtkirche wurde im 14. Jahrhundert erbaut, der Turm allerdings erst 1769/70 vollendet. Schon 1476 und 1731 bei Stadtbränden stark beschädigt, brannte das Kircheninnere 1903 nach einem Blitzschlag völlig aus, der Turm blieb jedoch unbeschädigt. Der Wiederaufbau erfolgte von 1904-1906.

Die Fassade des Kirchenbaues besteht überwiegend aus Schauerberg Granit. Dieses Steinbruchgebiet liegt unweit der Luisenburg am Nordhang der Kösseine. Im Kircheninneren gibt es ebenfalls zahlreiche Naturwerksteine.

Der Sockel des Jean-Paul-Denkmals auf dem Kirchenvorplatz ist ebenfalls ein Schauerberg Granit.

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Stadtkirche



↑ Jean-Paul-Denkmal

Die Bronze-Büste des wohl bekanntesten Wunsiedlers wurde von Prof. Ludwig Schwanthaler aus München entworfen. Eingeweiht wurde das Denkmal mit einem Sockel aus Schauerberg Granit 8. Juli 1845.



↑ Detail Sockel Jean-Paul-Denkmal

Der Schauerberg Granit ist ein grauer, verwittert leicht gelblicher, mittelkörniger Granit. Die Feldspäte können in Teilbereichen porphyrisch entwickelt sein, d. h. sie sind als größere Kristallindividuen gut erkennbar.



↑ Taufbecken

Das Taufbecken im Inneren der Stadtkirche St. Veit ist aus Wunsiedler Marmor gefertigt.



↑ Wandverkleidung

Im Altarraum ist die Wand mit verschiedenen Natursteinen verkleidet. JK = Jura Kalkstein (Treuchtlinger Marmor), DR = Deutsch-Rot bzw. Marxgrüner Marmor aus Horwagen im Frankenwald, FM = Frankenwald Marmor (nicht genau bestimmt).



↑ Jean-Paul-Brunnen

Der Jean-Paul-Brunnen befindet sich am Jean-Paul-Platz. Die Umrahmung besteht aus Schauerberg Granit, die innere Brunnensäule mit dem Wasserbecken ist ein Zinngranit aus dem Schneeberg-Massiv (Steinbruch Fuchsbau). Der Brunnen stammt aus dem Jahr 1919 von dem Architekten Otto Weiß. Auf den vier gedrechselten Holzsäulen ist ein Schindeldach aufgesetzt. Der achteckige Wassertrog erinnert an einen Zisternenbrunnen.

Rundgang

Altes Rathaus

Altes Rathaus
Jean-Paul-Platz 2

Das dreigeschossige Gebäude mit Gasthof steht an der Stelle des 1834 abgebrannten Alten Rathauses. Die Mauer an der Alten Ratsgasse mit barocken Fensterrahmungen gehört zum alten Baubestand. Am Eingangsportal finden sich drei verschiedene Granit

Treppe: Rosa Sardo Ghiandone

Türeinfassung: Selber Granit (feinkörnig, oben), Schauerberg Granit (mittelkörnig, unten).

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Altes Rathaus



↑ Sockelverkleidung Altes Rathaus

Der Granit der Sockelverkleidung und der Treppe stammt aus Sardinien. Typisch sind große, rötlich-braune Feldspäte (Alkalifeldspäte).



Detail

Der Granit hat seinen Namen von den auffällig großen Feldspäten (Ghiandone = Eichel oder im italienische Steingewerbe Bezeichnung für eine porphyrische Textur). Die Alkalifeldspäte sind durch Hämatit rötlich-braun gefärbt.

Rundgang

Kunstwerk

Kunstwerk
An der Fußgängerampel

Das Kunstobjekt wurde während eines Bildhauersymposiums 1988 von S. Roser geschaffen. Es besteht aus Mettener Granit mit zwei verschieden alten Aplitgängen. Aplite sind sehr feinkörnige Granite, die in Spalten erstarrt sind. Der jüngere Aplitgang versetzt den älteren.

Rundgang

Fichtelgebirgshalle

Fichtelgebirgshalle
Jean-Paul-Straße 5

Im Foyer der Fichtelgebirgshalle sind zwei Gesteine auf großen Flächen zu bewundern, die wie keine anderen für die Natursteine des Fichtelgebirges stehen: der blaugraue Kösseine Granit (als Bodenplatten) und der Wunsiedler Marmor (Treppenaufgang und Wandverkleidung). Das Kunstobjekt am großen Treppenaufgang besteht ebenfalls aus Wunsiedler Marmor, hat jedoch einen Sockel aus südafrikanischem Impala Norit.

Den Vorplatz und Park zieren zwei Kleindenkmäler, die in besonderer Weise für die Städtepartnerschaft Wunsiedels mit der französischen Stadt Mende stehen.

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Fichtelgebirgshalle



↑ Wunsiedler Marmor

Der Treppenaufgang zum Großen und Kleinen Saal im Obergeschoss ist aus Wunsiedler Marmor, ebenso wie der Handlauf und Umgrenzung der Treppe oben. Das Bild zeigt, wie die Textur des Gesteins von der Schnittlage abhängt.



↑ Kösseine Granit

Die Fußbodenplatten im Foyer bestehen aus dem blaugrauen Kösseine Granit. Typisch sind die blaugrauen Feldspäate, die häufig rundlich sind.



↑ Blau/Weiß

Wunsiedler Marmor und Kösseine Granit in der Fichtelgebirgshalle.



↑ Denkmal Mende

Der Vorplatz der Fichtelgebirgshalle ist Städte-Partnerschaft zwischen Wunsiedel und Mende in Frankreich gewidmet. Auch in der Umgebung von Mende werden überregional gehandelte Naturwerksteine abgebaut. Der Denkstein ist links aus Tarn Granit und rechts aus Wunsiedler Marmor gefertigt. Geschaffen von S. Kopp 1990.



↑ Die Geburt Wunsiedels

Statue aus Wunsiedler Marmor, Sockel aus Mende Glimmerschiefer. Geschaffen von von J.-C. Paulhiac 2002.

Rundgang

Torbali

Garten der Stadt Torbali
Jean-Paul-Straße 9

Um der langjährigen Partnerschaft zwischen dem Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge und der türkischen Stadt Torbali einen sichtbaren Ausdruck zu verleihen, wurde 2010 der Garten der Stadt Torbali vor dem Landratsamt errichtet.

Im Mittelpunkt steht ein osmanischer Brunnen aus Marmor. Anordnung der Sitzbank im Halbkreis (ebenfalls aus Marmorsteinen) und des marmornen Sterns in der Mitte des Platzes sind eine Andeutung des türkischen Halbmondes mit Stern (Mondstern).

Kulturgeschichtlich sind für beide Regionen Marmore wichtige Naturwerksteine, daher überwiegt dieser Stein im Garten.

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Garten der Stadt Torbali



↑ Mosaikpflaster im Garten der Stadt Torbali

Rötliche Steine = Paläo-Rhyolit (Quarzporphyr) aus Bozen / Italien Porfido Sarentino. Dunkelgrau = Basalt aus Vietnam (Ves-Basalt). Weiß = Carrara-Marmor aus Italien. Grau = feinkörniger Granit nicht bekannter Herkunft (evtl. Selber Granit). Dunkler Stein im grauen Granitpflaster = Fichtelgebirgs-Proterobas.



↑ Sitzbank

Oberfläche der Sitzbank im Garten von Torbali. Der sehr grobkörnige Marmor lässt sich nicht eindeutig zuordnen. Das teils grobe Korn von Calcit-Kristallen kommt häufig in Marmoren der Rhodope (Griechenland und Bulgarien) vor.



↑ Schlussstein

Schlussstein der Sitzbank im Garten von Torbali aus Wunsiedler Marmor.



↑ Osmanischer Brunnen

Der Brunnen ist angefertigt aus türkischem Marmor (Metropolis).

Rundgang

Brunnen

Fichtelgebirgsbrunnen
Jean-Paul-Straße 9

Die Anordnung der Granit-Findlinge symbolisiert das Relief des Fichtelgebirges und das Vorkommen der verschiedenen Granite, vier auseinander strebende Wasserfontänen stehen für das hydrografische Zentrum auf der europäischen Hauptwasserscheide.

Der Brunnen würdigt die traditionsreiche Steingewinnung und Steinverarbeitung im Fichtelgebirge. Entwurf: Willi Seiler, Wunsiedel (1985). Steine in der Umrandung sind Waldstein Granit, im Wasser Granite vom Schneeberg, Kornberg, Waldstein, Ochsenkopf und der Kösseine sowie der Proterobas vom Ochsenkopf.

Zuordnung der Gesteine zu den Gipfeln des Fichtelgebirges über die Infotafel am Brunnen.

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Fichtelgebirgsbrunnen



↑ Fichtelgebirgsbrunnen in der schrägen Aufsicht

Die Findlinge sind in Anlehnung der Topografie des Fichtelgebirges aufgestellt. Ihre inneren Struktur lässt sich an den Anschnitten gut erkennen. Vorne: Kösseine bzw. Kösseine Granit, links Proterobas für den Ochsenkopf, dazwischen die Hohe Matze.



↑ Erläuterungstafel

Das kleine Täfelchen befindet sich neben dem Fichtelgebirgsbrunnen und zeigt, woher die einzelnen Blöcke stammen.

Rundgang

Südportal

Südeingang Landratsamt
Ecke Jean-Paul-/Hornschuchstraße

Das Eingangsportal aus feinkörnigem Selber Granit stammt von Arthur Sansoni (1926). Es zeigt einen Bauern beim Plügen.

An der Stelle des Landratsamtes stand früher die Landwirtschaftsschule, dessen Portal in den neuen Verwaltungskomplex integriert wurde.

Rundgang

Denkmäler

Denkmäler Europa
Ecke Ludwig-/Jean-Paul-Straße

Die beiden Kleindenkmäler aus zwei typischen Fichtelgebirgsgesteinen widmen sich dem Thema Europa. Das erste der Europawahl vom 10. Juni 1979 (Kösseine Granit), das zweite seinen Mitgliedsländern (Wunsiedler Marmor).

Rundgang

Wohngebäude

Wohngebäude
Ludwigstraße 31

Fassade des Erdgeschosses aus Travertin (Travertino Romano). Das poröse Gestein wurde verspachtelt.

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Ludwigstraße



↑ Travertino Romano

Das Travertin-Gestein ist eigentlich porös und weiß. Das Gestein hier an der Fassade wurde verspachtelt. Die rötliche Farbe stammt vom Anstrich des Obergeschosses. Ob rote Farbe absichtlich auch auf den Travertin aufgebracht und anschließend wieder entfernt wurde, ist nicht geklärt. Sie hat das Gestein jedoch nachhaltig verfärbt. Die Schichtung des Gesteins stammt von der episodischen Fällung des Kalksteins aus dem Quellwasser.

Rundgang

Geschäftshaus

Geschäftshaus
Ludwigstraße 36

Sockelverkleidung aus Waldstein Granit, geflammt, Abdeckung geschliffen. Im Gässchen östlich des Gebäudes sehenswertes Straßenpflaster aus Fränkischem Kalkstein und Wunsiedler Marmor.

Rundgang

Geschäftshaus

Geschäftshaus
Ludwigstraße 38

Sockelverkleidung aus Rosa Beta (Granit aus Italien), geflammt, Sockelabdeckung geschliffen. Treppe Epprechtstein Granit

Rundgang

Rathaus

Rathaus
Marktplatz 6

Das Rathaus wurde nach dem großen Stadtbrand 1836-37 erbaut. Der Entwurf stammt vermutlich von Johann Andreas Ritter. Es ist ein Putzbau mit Rundbogenportal und –fenstern, Sohlbankgesimsen, rustizierten Ecklisenen sowie Kranzgesimsen aus Schauerberg-Granit. Das Dach ist deckt mit Schiefern aus dem Frankenwald (Lotharheil).
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Rathaus



↑ Rathaus Fassade

Detail der Rathaus-Fassade. Verwendet wurde Schauerberg Granit.



↑ Schieferdach des Rathauses

Viele der Gebäude im historischen Wunsiedel, wie hier das Rathaus, sind mit Schiefern aus dem Frankenwald gedeckt. Dieser wird heute unter der Bezeichnung Lotharheil gehandelt.



↑ Stadtwappen

Das Wappen der Stadt Wunsiedel hat sich mehrfach etwas gewandelt. Anlässlich des Stadtjubiläums 1927 nahm die Stadt das Wappen in der Form von 1482 wieder an. Das über dem Eingangsportal angebrachte Wappen (auf Waldstein Granit) stammt von 1609. Es zeigt die Zollernvierung und die Stadtinitialen. Der Bracke - seit dem Mittelalter das Symbol für die Jagdgerechtigkeit - wurde eine Mauerkrone und ein Halsband umgelegt. Das Wappen findet man auch an der Stadtkirche (dort aus Wunsiedler Marmor).



↑ Gedenktafel

Auf der Rückseite des Rathauses (Durchgang möglich) befand sich von 1921 bis 1925 die erste Steinhauerschule Wunsiedels. 1925 entstand aus ihr die Granitbildhauerschule, die von Arthur Sansoni geleitet wurde. Einige seiner Bildhauerarbeiten finden wir heute im Stadtbild von Wunsiedel (z.B. Figurengruppe an der Sparkasse in der Maximilianstraße). 1952 wurde an dieser Stelle die Staatliche Steinfachschule gegründet. Sie zog 1958 an ihren heutigen Standort.



↑ Waldstein Granit

Zu finden im Vorraum zum Aufzug im Rathaus Wunsiedel (öffentlich zugänglich).

Rundgang

Eisoase

Eisoase
Marktplatz 4

Die Fassade aus Cannstatter Travertin ist in Wunsiedel einzigartig. Errichtet wurde das Gebäude wie die anderen am Marktplatz 1836/37. Die Fassade wurde um 1920 erneuert.

Die Granit im Sockel und in der Türumrahmung wurden später eingefügt, evtl. in den 1970er Jahren. Der Granit im Sockel ist ein Granit von der Ostküste Schwedens: Småland (Vånevik). Charakteristisch für ihn sind blaue Quarze. Als Abdeckung im Eingangsbereich wurde ein Balmoral Red verwendet (Finnland). Hier sind die Quarze charakteristisch rauchglasig.

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Eis-Oase



↑ Cannstatter Travertin

Der Cannstatter Travertin wurde in Steinbrüchen im Stadtbezirk Bad Cannstatt von Stuttgart bis 2007 abgebaut. Er wurde als Quelltuff als Kalkstein abgelagert. Beimengungen an Limonit (Eisen) färben ihn gelblich. Eingeschlossen wurden Pflanzenteile, die nach der Zementation verrottet sind und die Poren hinterlassen haben. Das Gestein konnte bruchfrisch leicht bearbeitet werden. Es härtete erst nach und nach aus.

Der Cannstatter Travertin wurde während der letzten Warmzeiten abgelagert. Die ältesten Schichten sind rund 500.000 Jahre alt. Im Gestein sind schichtweise zahlreiche Pflanzen- und Tierreste eingeschlossen, auch eingebackene Steinwerkzeuge wurden im Steinbruch gefunden.

Im Bereich der ehemaligen Steinbrüche bei Stuttgart befindet sich heute der Travertinpark, ein Stadtpark. Dort erhält man zahlreiche Einblicke in den ehemaligen Abbau. Informationen über die Internetseiten der Stadt Stuttgart unter Travertinpark.



↑ GRASYMA

Angebracht wurde die Fassade in den 1920er Jahren durch den Wunsiedler Steinbetrieb GRASYMA (= Vereinigte Fichtelgebirgs-, Granit-, Syenit- und Marmorwerke AG). Der Hinweis findet sich auf der linken Seite der Fassade.



↑ Ausschnitt Fassade

Der Sockel und in der Einfassung der Tür finden sich zwei skandinavische Granite.

Sockel: Balmoral aus Finnland Abdeckung: Småland Vånevik Granit aus Schweden.

Rundgang

Stadtapotheke

Stadtapotheke
Maximilianstraße 31

Das Gebäude wurde 1985 erbaut. Die Fassade besteht aus leistenförmigen Platten (Riemchen), deren Oberfläche bossiert ist. Das Gestein ist Waldstein Granit. Sims und Sockel sind ebenfalls mit Waldstein Granit verkleidet (Oberläche sandgestrahlt).

Rechts neben der Eingangstür ist ein Relief aus Udelfanger Sandstein eingelassen. Es zeigt einen Äskulapstab mit Waage (Oberfläche gespitzt). Künstler: R. Wolf (1993).

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Apotheke



↑ Relief aus Udelfanger Sandstein

Geschaffen von R. Wolf (1993), Oberfläche gespitzt. Es zeigt einen Äskulapstab mit Waage



↑ Gesägte und sandgestrahlte Platte aus Waldstein Granit

Links sind die aufgesetzten Riemchen zu sehen. Ihre Oberfläche ist grob behauen (bossiert).

Rundgang

Sparkasse

Sparkasse
Maximilianstraße 25

Das Gebäude wurde in den Jahren 1934/35 erbaut. Tür- und Fenstereinfassungen des Putzbaues sowie das Relief an der Gebäudeecke und die Ecksteine sind Waldstein Granit. Die Treppensteine sind Kösseine Granit.

Die Figurengruppe Generationen stammt von Arthur Sansoni.

Rundgang

Pachelbelhaus

Pachelbelhaus
Maximilianstraße 26

Das Gebäude ist ein dreigeschossiges Wohnhaus von 1835. Hier stand zuvor das Stammhaus der Familie Pachelbel. Die Fassade ist verkleidet mit Waldstein Granit.

Rundgang

Bahngässchen

Bahngässchen
Bahngässchen

Das Pflaster des Gässchens besteht aus dunklem Proterobas und den hellerem Großpflaster aus Reut Granit. Letzterer stammt aus Gefrees.

Rundgang

Wohngebäude

Wohngebäude
Ecke Bahngässchen / Sechsämterlandstraße 15

Die helle Fassadenverkleidung des Erdgeschosses besteht aus einem Travertingestein aus Italien (Travertino Romano).

Travertine sind verfestigte Ausfällungen von Kalziumkarbonat (CaCO3) an kalkhaltigen Quellen. An warmen Quellen sind die Travertine oft farbig bzw. bunt durch das mit ausgefällte Eisen. An kalten Quellen ist ihre Farbe meist hell.

Rundgang

Schmidtbank

Ehemaliges Schmidt Bankgeschäft
Sechsämterlandstraße 11

Das Vordergebäude ist ein historischer Putzbau mit Natursteinen in den Fenster- und Türeinfassungen, Simsen, in der Sockelverkleidung sowie im Treppenbereich.

Fenster- und Türeinfassungen/Simse sowie Sockel: Schauerberg Granit.

Eingang:
Boden vorne: Waldstein Granit
Boden hinten: Serizzo Antigorio (Gneis aus den italienischen Alpen)
Treppe: Epprechtstein Granit
Wandverkleidung: Labrador Silver Pearl

Tipp: Interessant ist auch der Eingang des Nachbarhauses (Sechsämterlandstraße 13). Die Wandverkleidung in der Tür ist ein Labrador Blue Pearl, der bekannte blaue Larvikit aus Norwegen. Die Setzstufe ist ein Labrador Black Pearl, die Trittstufe ein Kösseine Granit.

Die Rückseite des ehemaligen Bankgebäudes erreicht man über die Weihergasse.

Die Fassade besteht aus Waldstein Granit, Kösseine Granit und einem Gneis aus den italienischen Alpen (Beola Ghiandonata).

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Bankhaus



↑ Treppenstufe und Bodenplatte am Vordereingang des ehemaligen Bankhauses

Im Eingangsbereich finden sich gleich mehrere Natursteine, teils einheimische, teils italienische und norwegische.

Die Treppenstufe ist ein feinkönigerer Epprechtstein Granit, die Bodenplatte ein gröberkörnigerer Waldstein Granit.



↑ Eingangsbereich des Hauses Sechsämterlandstraße 9, links neben dem ehemaligen Bankhaus.

Wandverkleidung: Labrador Blue Pearl
Treppe (Stufenfläche): Kösseine Granit
Treppe (Stufenstirn): Labrador Black Pearl



↑ Labrador Blue Pearl

Detail. Charakteristisch sind die blau schillernden Alkalifeldspäte.



↑ Fassadenverkleidung des rückwärtigen Anbaus (Weihergasse)

In den 1970er Jahren erhielt das ehemalige Bankhaus einen Anbau. Für die Fassadenverkleidung wurden drei verschiedene Werksteine verwendet. Dies sind von links nach rechts:
Beola Ghiandonata - ein Gneis aus Italien
Kösseine Granit
Waldstein Granit

Rundgang

Stadtmauer

Rest der Stadtmauer
Weihergasse

Rest der Stadtmauer mit Schießscharte bestehend aus Gesteinen der Umgebung von Wunsiedel.

Die Stadtmauer wurde seit Mitte des 14. Jahrhunderts ausgebaut. Im Stadtgebiet ist sie an mehreren Stellen in Resten erhalten. Um 1400 war zunächst die Altstadt umschlossen, erst 1540 auch Vorstadt und Neustadt. Die mächtige, zum Großteil aus Wunsiedler Marmor gebaute Mauer, galt lange als Wahrzeichen der Stadt.

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