Zusammenfassung
Das Geisloch bei Oberfellendorf ist berühmt wegen seines außerordentlich reichen und vielseitigen Sinterinventars. So beherbergt die Höhle einige der bisher größten Stalagmiten in der Fränkischen Schweiz. In den Jahren 1968-1970 untersuchten Manfred Geyer und Manfred Moser mehrere Schachthöhlen in Oberfranken und in der Oberpfalz nach vorgeschichtlichen Hinterlassenschaften, mit dem Ziel, Beweise für die kultische Nutzung dieser Höhlen zu finden. So fanden sich im Geisloch unter dem Einstiegsschacht ein kleines frühneolithisches Steinbeil und mehrere menschliche Wirbelknochen. Dieser Fund war der eigentliche Anlass zur Erforschung des Geislochs und führte im Jahr 1972 zur Entdeckung der neuen tropfsteingeschmückten Höhlenteile. In einem interdisziplinären Forschungsprojekt wird gegenwärtig das Geisloch bei Oberfellendorf neu bearbeitet. Erste Ergebnisse werden in dem Vortrag vorgestellt.